Von Kayla Carey | 5. August 2026
Das GHG Protocol hat einen wichtigen Schritt hin zu einem einheitlichen globalen Standard für die CO₂-Bilanzierung unternommen. Dies könnte den Weg für die Berichterstattung von Unternehmen über ihre Emissionen ebnen. Hier erfahren Sie, was passiert ist und warum es wichtig ist.
What Happened
Am 29. Juli kündigte GHG Protocol Pläne an , seine Rechnungslegungsstandards für Unternehmen mit ISO 14064-1 zu einem einzigen, gemeinsam entwickelten globalen Standard zusammenzuführen. Dies ist der nächste Schritt in der im September 2025 angekündigten strategischen Partnerschaft und zielt darauf ab, Unternehmen einen harmonisierten Rahmen für die Bilanzierung ihrer Treibhausgasemissionen zu bieten.
Parallel zu dieser Ankündigung veröffentlichte das GHG-Protokoll auch Folgendes:
- Die Ergebnisse ihrer globalen Scope-2-Konsultation wurden veröffentlicht. Dabei wurde deutlich, dass im Bereich der Bilanzierung von Strom aus erneuerbaren Energien weiterhin erhebliche Fragen bestehen.
- Im Rahmen der Arbeit zu Marktmaßnahmen und -instrumenten (AMI) wurden erste Konzepte für einen neuen Rahmen für die Berichterstattung über mehrere Abschlüsse vorgestellt.
Anstatt sich auf eine einzige Emissionsgesamtsumme zu stützen, könnte der entstehende Rahmen Folgendes aufschlüsseln:
- Emissionsinventare von Unternehmen (Scope 1, 2 und 3)
- Marktbasierte Interventionen, wie Zertifikate und Vertragsinstrumente
- Klimaschutzmaßnahmen und -ergebnisse, einschließlich Investitionen, die Emissionen über das Inventar eines Unternehmens hinaus reduzieren (z. B. CO2-Kompensationen).
Ein konsolidierter Normenentwurf soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 zur öffentlichen Konsultation vorgelegt werden.
Warum es für die Insetting-Phase wichtig ist
Für Unternehmen, die in die Dekarbonisierung ihrer Wertschöpfungskette investieren, bedeutet dies einen bedeutenden Wandel. Die heutige Unternehmensbilanzierung basiert auf einem einzigen Emissionsinventar. Scope 1, 2 und 3 erfassen die Emissionen eines Unternehmens, nicht unbedingt alle Maßnahmen zur Emissionsreduzierung. Diese Diskrepanz erschwert die Kommunikation marktorientierter Interventionen und anderer Investitionen entlang der Wertschöpfungskette im Rahmen der aktuellen Berichterstattung, selbst wenn diese tatsächliche Klimavorteile bringen.
Der vorgeschlagene Ansatz mit mehreren Berichten trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen, indem separate Berichte für verschiedene Arten von Klimaschutzmaßnahmen erstellt werden. Für Unternehmen könnte dies Folgendes bedeuten:
- Ein klarerer Weg für das Einsetzen: Der vorgeschlagene Rahmen schafft eine präzisere Methode zur Berichterstattung über Eingriffe in die Wertschöpfungskette. Direkte Maßnahmen reduzieren weiterhin die Emissionen der Bereiche 1, 2 und 3 und werden in Ihrer Bilanz abgebildet, während zertifikats- oder vertragsbasierte Maßnahmen über eine separate Marktinstrumentenabrechnung gemeldet werden können.
- Mehr Transparenz bei Klimaschutzmaßnahmen: Anstatt verschiedene Klimaschutzmaßnahmen zusammenzufassen, trennt der Rahmen die Dekarbonisierung von Wertschöpfungsketten von umfassenderen Klimainvestitionen. Dadurch können Unternehmen die Rolle von Investitionen und Kompensationsmaßnahmen klarer kommunizieren, wobei jede Maßnahme entsprechend ihrem jeweiligen Zweck berichtet wird.
- Ein überzeugenderer Business Case für Impact: Eine transparente Buchführung erleichtert die Rechtfertigung von Finanzmitteln, die Darstellung von Fortschritten gegenüber Stakeholdern und die Skalierung von Programmen zur Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette. Wenn Klimainvestitionen sichtbar, nachvollziehbar und konsistent berichtet werden, lassen sie sich intern leichter unterstützen und langfristig wiederholen. Dies ist letztlich sowohl ein Klimaschutz- als auch ein betriebswirtschaftlicher Erfolg; Transparenz in der Buchführung ermöglicht es Unternehmen, Finanzmittel gezielt für eine tatsächliche Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette einzusetzen.
Ganz gleich, wo Sie sich auf Ihrem Weg befinden, die Experten von ClimeCo können Ihnen helfen, sich in den sich ständig weiterentwickelnden Standards zurechtzufinden und eine Einrichtungsstrategie zu entwickeln, die zu Ihrem Unternehmen passt.

Über den Autor
Kayla Carey ist spezialisiert auf die Beratung von Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit mit den Schwerpunkten Dekarbonisierungsstrategien, Kohlenstoffmärkte und Wertschöpfungskettenoptimierung. Sie unterstützt Kunden aus verschiedenen Branchen, darunter Zement, Stahl, Konsumgüter und Energie, und greift dabei auf ihre Erfahrung in der Entwicklung von Kohlenstoffprojekten und -methoden zurück. Ihre Arbeit konzentriert sich darauf, Organisationen durch die Umweltmärkte zu begleiten und Initiativen zur Dekarbonisierung und Integration in die Lieferkette, zu Nachhaltigkeitsberichten und -aussagen, zur Treibhausgasbilanzierung und zum Klimarisikomanagement voranzutreiben.