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5 zentrale Erkenntnisse aus unserem Webinar zur industriellen Dekarbonisierung

18. Februar 2026

In unserem kürzlich abgehaltenen Webinar Kohlenstoffmanagementstrategie: Industrielle Ansätze für die Integration, Kompensation und Emissionsentfernung “ diskutierten David Prieto und Kayla Carey von ClimeCo gemeinsam mit Kyra Power von der Science-Based Targets Initiative (SBTi) über die transformativen Veränderungen, die mit dem Corporate Net-Zero Standard Version 2 einhergehen.

Hier sind die fünf wichtigsten Erkenntnisse für Führungskräfte, die sich in diesem sich wandelnden Umfeld zurechtfinden müssen. 

1. SBTi bewegt sich in Richtung einer „pragmatischen“ Geschäftssprache 

Historisch gesehen fiel es vielen Industrieunternehmen schwer, SBTi-Ziele festzulegen, da sie von einer strikt linearen, jährlichen Emissionsreduktion ausgingen. Version 2 bietet mehr Flexibilität, um die Ziele an reale Konjunkturzyklen anzupassen. Neue Wege, wie beispielsweise auf Konjunkturzyklen basierende Ziele und Dekarbonisierungspläne für Anlagen, ermöglichen es Unternehmen, die für kapitalintensive Branchen typischen sprunghaften Veränderungen zu berücksichtigen, etwa das Abwarten eines bestimmten Erneuerungszyklus für eine Produktionsanlage.

2. Marktorientierte Rechnungslegung dehnt sich über den Geltungsbereich 2 hinaus aus. 

Eine der wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen ist die Ausweitung der marktbasierten Bilanzierung auf Scope 1 und Scope 3. Durch die Nutzung von Umweltzertifikaten (Environmental Attribute Certificates, EACs) können Unternehmen in Dekarbonisierungsmaßnahmen investieren, bei denen die physische Rückverfolgbarkeit von Molekülen oder Produkten in ihren Lieferketten nicht möglich ist. Dies ist insbesondere für Rohstoffe wie Stahl, Zement und Chemikalien relevant, bei denen die Herausforderungen der physischen Rückverfolgbarkeit und die begrenzte geografische Verfügbarkeit kohlenstoffarmer Rohstoffe erhebliche Hindernisse für die Skalierung von Alternativen darstellen.

3. Kompensation wird unter dem neuen Namen „Verantwortung übernehmen“ neu positioniert. 

Der vorgeschlagene Standard überwindet die „Entweder/Oder“-Debatte zwischen internen Emissionsreduktionen und Kompensationsmaßnahmen. Im Rahmen des vorgeschlagenen Anerkennungsprogramms werden Unternehmen ermutigt, Verantwortung für ihre laufenden Emissionen zu übernehmen, während sie ihren Weg zur Klimaneutralität fortsetzen. Ob durch CO₂-Zertifikate, Investitionen in Forschung und Entwicklung oder politische Interessenvertretung – dieses Programm bietet Unternehmen, die über ihre wissenschaftlich fundierten Ziele hinausgehen, eine Vorreiterrolle. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen die direkten Emissionsreduktionen innerhalb der Wertschöpfungskette eines Unternehmens ergänzen und nicht ersetzen sollen. Diese sollten weiterhin im Mittelpunkt der Dekarbonisierungsbemühungen stehen.

4. Die Nachfrage nach CO₂-Entfernung muss jetzt beginnen. 

Um bis 2050 einen stabilen Markt für Baumfällungen zu gewährleisten, schlägt SBTi Maßnahmen zur kurzfristigen Nachfragegenerierung vor. Version 2 sieht vor, dass bestimmte Großunternehmen (Kategorie A) ab 2035 verpflichtet sein könnten, mit der Beschaffung von Baumfällungen zu beginnen, sobald sie ihr Zieljahr erreichen. Durch frühzeitiges Handeln können sich Unternehmen wettbewerbsfähige Preise sichern und Versorgungsrisiken managen, bevor der Markt übersättigt ist.

5. Ein „Portfolioansatz“ bei Krediten reduziert das Risiko 

Eine Dekarbonisierungsstrategie sollte Emissionsgutschriften, Kompensationsmaßnahmen und Emissionsreduktionen nicht isoliert betrachten. Eine ganzheitliche Strategie zur Emissionsminderung ermöglicht es Unternehmen, ihre internen Minderungskosten mit externen Marktlösungen in Einklang zu bringen. Durch die Diversifizierung ihres Portfolios über verschiedene Gutschriftenarten können sich führende Unternehmen gegen teure, innovative Technologien absichern und die Wirtschaftlichkeit ihres Weges zur Klimaneutralität insgesamt verbessern.

Sie möchten tiefer in die Materie einsteigen? Sehen Sie sich hier die Aufzeichnung des Webinars an , um die vollständige Diskussion zu diesen Neuerungen zu hören und die Fallstudien im Detail kennenzulernen. Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Tauni Swenson , Senior Director für Sales Enablement bei ClimeCo.



Über ClimeCo

ClimeCo ist ein preisgekrönter Vorreiter im Bereich Dekarbonisierung und unterstützt globale Organisationen mit maßgeschneiderten Nachhaltigkeitsstrategien. Unser Team aus anerkannten Wissenschaftlern und Branchenexperten arbeitet mit Unternehmen, Regierungen und Kapitalmärkten zusammen, um individuelle ESG- und Dekarbonisierungslösungen zu entwickeln. ClimeCo ist bekannt für die Umsetzung hochwertiger und wirkungsvoller Projekte und engagiert sich dafür, Kunden bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen, ihre Umweltressourcen optimal zu nutzen und ihre Marke zu stärken. Arbeiten Sie mit ClimeCo zusammen, um einen echten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und Ihre Klimainitiativen auf ein neues Niveau zu heben.

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